Startseite
    Theater
    Alles nicht kategorisierbare
    thougts
    Gedichte
    Erlebnisse
    politic notes
    Kurzgeschichten
    Erzählungen
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   Taschenlampe
   vorbewusstes
   Nichtidentisches(also nicht mit diesem Blog verwechseln)



http://myblog.de/kaffe-ohne-sahne

Gratis bloggen bei
myblog.de





Gedichte

Du bist.

Kennst du die vielen kleinen

- Begehbarkeiten -

Trottoirs des Alltags,

Figurationen des Einen,

das wir Welt zu nennen

gewohnt sind?

Hinter jeder Ecke im Nu

kann dir begegnen

deiner vielen Fragen Antwort:

bist du!


Bist du es, der spricht

über alles hinweg ohne Ruhe -

der nicht warten kann,

bis er vernimmt,

was schon immer vor dem Spiegel

auf seiner Stirn geschrieben stand:

du bist!


Du bist es, der die Welt

verzaubern kann:

Der aus Wortgeplätscher eine

Weise macht.


Schwebend, zwischen dir

und deines Gleichen lugt

hervor - auf leisen Füßen, im

Orchestersturm - was gestern

schüchtern sich verkroch.


Das Eine, dem man wird

mit Hundert Namen nicht

gerecht.
25.9.12 13:52


Werbung


Vom Frühlinge

Sie schrieben vom Frühlinge einst -

und sahen der wandelbaren Mutter frohen

Herzens zu.

Gewahrten Wunder ihrer Schwangerschaft im

ersten Taue nach der letzten Winternacht.


Aus schwärmten sie zur Wonne, dieser

Pracht, wenn Frühlingskräfte ihre Blüten

stießen.


Und wieder dieses Schauspiel alle mal -

sich Farbenklänge in Akkorden mischen.

Hier jenes Veilchen Glanze mit dem lila

Rocke,

dort lässt das Weiße alter Haare sich mit

Kirschenblüten ein.


Und schimmert prächtig

farbenfroh das Land, so

stimmet alte Lieder an, dem

Reigen singender Natur,

ihr zum Geleit.
15.4.12 16:59


Vieles, das sich schreiben lässt

Es gibt vieles, das sich schreiben,

aus der Welt heraus zu schneiden,

Vieles, das sich finden lässt -

und sich neu zusammensetzt.


Trostreich jene Worte sind

für den rechten Augenblick:

Wenn nämlich der Adlerblicke schweifet.


Eine Lust ergreifet dich,

zu bilden, was er dir beschert -

was in Pforten unsrer Augen,

in den Gängen des Gehörs,

in den tränenreichen Stunden

sich gebährt.


Eine Lust zu schaffen breitet sich.

Wir geben uns ganz und lassen nichts zurück.

Bis eine Sorge uns am Ohre krault,

sind wir im Glück.
19.3.12 10:17


W e l t e n g e w i m m e l

Aus der Vielzahl möglicher Anblicke einer -

variabel - oder eines - dir überlassen:

reißt die eine Sicht willkürlich aus.


Auf den Thron gehoben, unterwirft sie

wie das Auge das Ohr und der Junker den

Knecht, seeliges Weltengewimmel.


Anschauungssache, verdirbt dem Weltbezwinger

den Spaß, der dem Weltenbummler begegnet: in der

staubigsten Ecke zuweilen blitzt auf wie des Heilandes

Kranz.


In der Tatsache steckt, wer noch nicht begriffen,

wie das Ganze wieder hervorquillt: Ist ein heiliger

Gral auch im Straßendreck, und wird auch entdeckt

auf dem Kontocheck.


Die Hauptsache bleibt, wie ein Meister weiß,

in der Trunkenheit einer Heiterkeit: Wo das Auge

schilt, wenn die Zunge lacht, wenn der Schall

herumfliegt wie er will.


Wenn du lachst.


Wenn die Bäume wiegen in den Schlaf, und

der Zaungast dieses alles darf.
3.10.11 13:41


In meinen Träumen

In meinen Träumen ist
der Tag verwandelt in ein
immer schon verstehen.
Und die sanften Kreise, die sich
ziehen und schließen, und
vergehen.

Das nächste zeigt zugleich sich,
läutert nicht, was geschehen.

Eröffnet eine Reihe Wiedersehen -
mit alten Bekannten.

Wilde Männer reißen ein Schaf.
Blut fließt aus ihren Mäulern, doch
ertränkt nicht
meiner Bilder Unschuld im Schlaf:

Eher tränkt daran die Wollust sich
im grellen Schein der Lampe Licht
aufbrausend und verzehrend, Fleisch
begehrend, Todesblick!

Und dieses Monster, dass bin ich,
in vollem Licht erstrahlt für einen
Augenblick, bis altes Kinderglück
die Szene ablöst - bis,
schweißgebadet, der Traum abbricht.
9.6.11 17:32


Das Spiel der Augen

Julien Then zum Geburtstag

Wohin hat sich sein
Blick gerichtet, der
wandernde? In einem
Augenschlag verschwand -
und wieder fand er eine
neue Welt.

Hinter sich lassend, was war,
wird er gewahr einem
ewig sich wandelnden -
wechselndem Licht, tausend
Erscheinungen, alles was ist;

und was war, werden ihm eins,
und für kurze Zeit schenkt er
ihr nichts als ein
- zögerndes - zärtliches -
lächelndes Gesicht.

Bis sie zerbricht unter seinem Blick.

Hervor brechen, was vorher
verdeckt war, Einzelne -
und sie heben sich ab, und sie
stoßen sich ab voneinander.

Und sie tanzen miteinander,
zuweilen, und streiten sich -
und stehen dann plötzlich wieder im
selben, versöhnlichen Licht.

Er spielt das Spiel noch eine Weile
mit - bis er, befriedigt von dem Tanze,
den seine Augen mit der Welt
vorführten, abgeht.
21.2.10 21:14


Von welchem Standpunkt geh ich aus?
Jetzt von einem erhobenen, ganz oben, den Wolken nah.
Meine Hände zittern nicht; Der Frost ging von den Bäumen wie den Straßen, und hat sein letztes Nest an diesem Tag
in unbeheizten Zimmerwinkeln, Kellerlöchern, Dachgeschossen und der gleichen!

Frieren tut`s, den Menschen, eingeschlossen ins Refugium -
ganz eigen, sein,
ein Eigenheim, zu fünfzig Prozent abgezahlt,
der Wurm durch Balken sich schön madig frisst,
ein Floh, zum Absprung
auf der Stufe sitzt, und wartet ungeduldig
erwartungsfroh, auf seinen Wirt, der ahnungslos
sein Bein
serviert.
auwei!
1.1.10 23:44


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung