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Dieser merkwürdige Apperat am Rande einer Zeile bunter Einkaufsläden

Aller Anfang ist schwer; und wäre der sprachliche Pfad dieses Ratschlags, der immer noch Gültigkeit besitzt, denke ich, nicht derart zertrampelt, dass ich andre Wege suchen muss, ihn zu beschreiben, beschreiten, dann hätte ich einen Punkt nach schwer gesetzt. Habe ich aber nicht. Ätsch. Wäre eine unhöfliche Geste, ich entschuldige mich. Aller Anfang ist schwer, Punkt. Und dieser Anfang besonders, bin ich doch in technischen Detailfragen, wie sie etwa benötigt werden, folgendes in Worten zu skizzieren, unbeholfen.
Folgendes- Ding zu beschreiben, in seinen Eigenschaften, mit Verlaub, gestalltet sich nicht von allein; Am Namen mangelts zu erst. Ich nenne- Ding - "diesen merkwürdigen Apperat am Rande einer Zeile bunter Einkaufsläden".
Dieser merkwürdige Apperat...hatte eine Eigenschaft, die ihn allen anderen merkwürdigen Apperaten...überlegen machte.
Er schoss: Fotos. Das heißt: Er schoss nicht eigentlich Fotos, sondern Postkarten in den Ausgabeschlitz, auf denen das "Foto" abgebildet war, umkränzt von Häusern, Plätzen und Straßen dieser Stadt. "Greets from Berlin".
Soweit ein ziemlich simpler Apperat, mit dem man gegen Geld ein Souvenir dieser Stadt tauschen kann, welches an Pinnwänden genagelt die Erlösung im Papierkorb sehnt. Dieser technische Apperat war deshalb ungemein erheiternd für mich, als ich, die Zeile bunter Einkaufsläden entlang schlendernd, plötzlich vor ihm stehen blieb, weil der Bildschirm die Gesichter zur besseren Überprüfung des Endproduktes vorher aufspannte: Die Kamera projezierte die Außenwelt auf den Schirm in einer Weise, dass es wie ein Film aussah, nur- der Zeitliche Abstand zwischen Realität und Abbildung war, für den Betrachter, enorm. Die sich ändernden Gesichtszüge, Lächeln, ernst, melancholisch- kamen verzögert auf dem Bildschir wieder. Ich konnte einen Rückzug simultieren und vorschnellen, und mir das eigene Schauspiel rüblickend anschauen. Dann, nach etwa einer Minute, knipst es, sechs mal, und die Bilder erscheinen als Auswahl, um zu einer drei Euro teuren Postkarte womöglich zu werden. Ich habe nie einen solchen Menschen an diesem merkwürdigen Apperat beobachtet, der diese gekauft hätte; Es blieb, in meinen Augen, ein Spielzeug en passant.
Dieses Spiel schenkte mir, in seiner Vielfalt möglicher Abbildungen, eine angenehme Kurzweil, wonniges Vergnügen beim Vergessen dieser Zeile schlendernder, eilender Passanten; Ein mit vier Ecken begrenzter Bereich, von meiner Eitelkeit, vom kindlich-spielerischen Verlangen eingenommen, bannte mich und ließ mich gehen lassen, aus dem Stand: in die vornehme Welt der mimischen Entzückung. In dieser Welt ist die ganze der dieser Welt äußerlichen Welt verschwunden, zwischen Ich und Abbild eine wie in magischen Äther getauchte Symbiose: Das Ich in der seeligen Beobachtung seiner eigenen bildlichen Spur, die es wieder und wieder legt, versunken. Jetzt und gerade ebend: vereint im Moment. Knips. Knips. Knips. Knips. Knips. Knips: 6 Fotos erschienen auf dem Bildschirm.
Da ich nicht Willens war, diesem Automaten drei Euro in den Schlitz zu stecken, verlöschten sie nach kurzer Zeit, und ich, von diesem Bann befreit, reihte mich wieder in den Strom passierender Bummler, Einkäufe erledigender Bürger ein; bis, nach einigen Metern zurückgelegten Weges, das Fehlen meiner Mütze sich an meinem Kopf bemerkbar machte.--> wird fortgesetzt.
13.2.09 01:29
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


geschen (13.2.09 22:09)
Wunderbar!ich weiß noch, wie du mir davon erzählt hast, mit den beiden älteren Menschen und bin gespannt auf die Fortsetzung!

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