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Wieder einmal ein Bahnhof

Wer einmal schmale Tasche hatte und obendrein noch Zeitnot, inklusive der Notwendigkeit, von a nach b zu kommen, kennt das Gefühl oder eher den Antrieb, noch in letzter Minute sich in eine Vierergruppe einzufragen, um als fünftes Rad am- im Wagen(der deutschen Bahn) mitzufahren. Das schöne Wochenendticket. Der Preis, den man ansonsten zu bezahlen hat, ist mehr als man berappen kann und meist ist die Mitfahrgelegenheit sowieso spendabel, da sie fest for vier eingeplant war- dieses Glück aber verließ mich an jenem Tage(von dem ich gerade berichte), als mich eben jener Antrieb packte auf dem Bahnsteig eines nordeutschen Bahnhofs. Mehrmals wurde ich abgewisen, zurückgewiesen, abgelehnt, war gegenüber einem anderen im Nachteil, hatte Pech, zog den kürzeren oder den Teureren, fand niemanden, der mich aufnehmen wollte und blieb ganz allein, ohne dass noch jemand mir die Ehre erwies, mich zu fragen, ob ich denn auf seinem Ticket mitfahren wollte, da er noch einen Platz frei hatte. Sie da, sie musste in die ganz andere Richtung und ging schon weiter, mit einem Kaffe to go in der Hand und ein Buch von Georg heym in der anderen. Wer nur ein wenig bibliophil ist, etwas von einer Leseratte hat oder aber der Erscheinung einer intelligent wirkenden angetan ist, weiß, wie die Frage unter den Lippen brennt, um welche Lektüre es sich denn handle(obwohl man schon längst den Titel erspäht und die facts and more in seinem neuralen Speicher reaktiviert hat).
"Oh, Georg Heym, von dem habe ich auch schon mal etwas gelesen" Es entstand also zwischen uns ein Gespräch über den Dichter, dass bals zu anderen Themen überging. Wir saßen an der Glaswand zur Fahrkartenverkaufsstelle(DB-Service), und bald erzählte ich ihr von meinen Erlebnissen auf einem Camp am Meer, auf welchem ich zuvor gewesen war.
"Genau, kalt ist das Meer - ich träume davon sehr oft, aber ist man erstmal darin, dann brrrrrrrr"
Nun öffnen sich bei in spiralform verlaufenden Reden selbst Fenster, die als Mehr aufstehen, ohne dass man alle in Satzkonstruktionen ad-hoc gepresst kriegt.
Die Erinnerung betraf auch einen Menschen, der auf dem Camp, wie man so schön sagt- eben, er blieb mir in Erinnerung, stach heraus und hatte mit unserem Gespräch rein gar nichts zu tun. Oh was? Das kenn ich(das deja vue, dass alle verbindet, ein wir stiftet, ohne dass man bedenkt, dass die dejas, schon einmal und immer wieder, es deshalb sind, weil sie gewöhnlich zum Alltag gehören, der selber so universal geworden scheint wie "mir ist langweilig").
Nicht? Na und ob, wo wir gerade dabei sind" ging die automatische Schiebetüre der Bahnhofhalle auf und herein kam...er. Er war auf einmal vor uns, lächelte mich nett an,"na du, schön dich zu sehen" "ja auch" und war einigermaßen überrascht, ihn hier anzutreffen- als dann aber plötzlich meine Gesprächspartnerin sich erhob, ihn an die Hand fasste, und er mir "na, also bis dann, gute Heimfahrt" wünschte, sie küsste, und sie ihn, und sie davon gingen, mich allein an der Glaswand sitzen ließen, war ich...erstaunt. Verdutzt saß ich noch, mit dem Kaffe in der Hand, unbestimmte Gedanken standen entgegen jenen, mit denen ich in unserem Gespräch gerade ansetzen wollte, und aus einem Nebengeschäft kam ein kleines Mädchen, dass eine "Ditsch"(fast food pizza an bahnhöfen) Mütze auf hatte und eine Fahne mit gleichem Firmenlogo- es starrte, gar nicht der lockere Blick eines fröhlichen Kindes, sondern... verrückt, ja, und schwenkte die Fahne, lachte, so wie ich mir die Hexen auf dem Sabat vorstelle, kam auf mich zu, dass ich vor Panik aufstand und beschloss, statt mich noch weiter in diesem Bahnhof aufzuhalten, lieber das fehlende Geld für eine Einzelkarte vom Konto abzuheben und das Weite zu suchen.



Ich kam mir vor, wie bei versteckter Kamera für einen neuen Werbespott- scared chicken.
10.1.08 21:23
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


muttersbeste / Website (19.1.08 16:34)
na da konntest du dich doch noch glücklich schätzen, dass dich das materielle nicht dazu zwingen konnte im banhof zu bleiben oder gar in der norddeutschen stadt. das zwei personen, die aufgrund ihrer erzeugten sympathie bei dir, gleichermaßen auf einmal als mögliche liebesgenossen oder ähnlichem, seien es auch nur mögliche interessierte und nette kommunikationspartner, verschwinden ist zwar nicht schön, aber es gibt ja noch genügend andere unbekannte potenzielle verbündete gegen das böse bzw. die gestalt dessen ... im übrigen: ditsch ... war das nicht fast schon schleichwerbung ... ich werd den presserat informieren!


kaffe-ohne-sahne (19.1.08 19:37)
Das Böse?


kaffe-ohne-sahne (19.1.08 19:42)
und bitte, "aber es gibt ja noch genügend andere unbekannte potenzielle verbündete gegen das böse bzw. die gestalt dessen"

was will mir die Mutter damit sagen- dass ich lernen muss, dass ich nicht der existentielle Mittelpunkt der Welt bin, wie diese Erlebniss suggerieren könnte?

iknow

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