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Die Laterne

In der Kammer stand eine Laterne,
auf staubigen Boden, in trockener Ecke.
Sie hatte ihr Licht verloren, man
hatte sie abgestellt, auf die Zeit hin,
wenn wieder einer Lust nach ihr
verspüre:
Man warf sie nicht weg-
sie war nicht zerstörbar.

Die Laterne hatte ihr Licht verloren-
es brannte nicht oft, und wenn
überhaupt, dann sanft nur, und matt
war der Schein, den sie manchmal
gesendet.
Die Wände der Kammer trugen dann
gelbe Gewänder, und selten passiert`s,
dass ein Strahl durch das Schlüsselloch fiel:
Von Draußen, jenseits der Kammer, tönte dann
leis ein Geräusch:

Verlasse die Kammer.

Wie lang ist es her, dass man das hat gehört?
Doch nun ist es dunkel, und keiner findet die Türe,
denn ohne Laterne
weiß niemand,
dass er der
Schlüssel
ist.
12.10.07 20:17


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Im Orchestergraben

Prosaisches Muse ist zur Zeit eine Seltenheit bei mir: so soll lyrisches Feuer die Wartezeit(es soll ja manche geben, die auf mein "Geschreibsel" tatsächlich warten(danke, danke, danke)) verkürzen:

Im Orchestergraben

Der Wind zieht sanft und leise durch ein begrüntes Tal-
am Rande einer Straße.
Er spielt Orchestermeister und streicht in sinnig feiner Weise
Naturgemachte Äolsharfen.

Da stehn in einem Bett, durch das
ein kleines bächlein zieht,
ein Grüppchen Streicher, welkes
Schilf, das noch, da ihm ein Zeichen fehlt,
vorm Publikum die Bogen unten hält.

Denn vorne an ein Einzelexemplar,
als Ideal der andern, das
setztet gleich als erstes ein, vom
Winde angehaucht.

Schon biegts nach links,
die Streicher hinterher, und
durch das Reiben, Rascheln,
durcheinander Gehen der einzeln Instrumente,
entsteht das schönste Lied des Herbst, das
noch von weitren Musikanten wird begleitet:

Die Vogelschar vom alten Haus gibt Bläser noch hinzu.
Und auch der Bach, der unten durch die Geigen geht, spielt
Kontrabass dazu.

Ein Zwitschern hier,
ein Zwitschern dort,
die Vögel spielen ein Duett:
Doch wirds durchdrungen von
Posaunen, die wütend von
den Autohupen rüber schallen.

"Plumps", da werf ich einen großen Stein in den
Orchestergraben, und Ringe auseinander gehen,
davon fliegen die Vögel,
Spatzen, Meisen, Raben.
Der Wind setzt aus,
vorbei ist das Concerto-
weil das die große Pauke war,
und gleichzeitig

Finito.
31.10.07 12:50





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