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Spiegelei (vorläufiges Fragment)

Der Schritt, die Stufen hinab, überging wieder die Schwelle- Sekunden schlugen bald ewig den Takt der Zeit, und es waren aber nur einige Zentimeter, die sie beschrieben, als Maßeinheit bewusst gewordener Materie.
Dann sah er seine Nase; Sie stach vorerst sanft ins Bild, wuchtig der Kopf und etwas später als es denn normal wäre, auch der krumme Rücken, aus dem sich wie Äste ausgewachsener Bäume die Glieder hervortaten.
Der Platz zwischen zwei Spiegeln hatte etwas unheimliches.
Augenblicke fühlt man sich noch selbst, als Ganzes, für sicher, und in jenem Moment- es war die Nase- wird dieses Selbst aus seiner beengten subjektiven Hülle heraus geschleudert, und Fratzen des eigenen Gesichts erstrecken sich links und rechts in einer zwar gekrümmten, aber sehr an die geahnte Unendlichkeit erinnernden Weise.
Das Ich zerspringt förmlich.

Nun hatte dieses Moment nicht nur Furchterregendes an sich, obgleich der eigene Anblick oft mehr verrät als unzählige Bekundungen überquellendem Selbstbewusstseins –
Denn man mag sich ja hässlich finden, und wird es dadurch auch, wie man sich auch schön finden kann, obwohl man hässlich ist; Tatsächlich ist es nur die Angst vor dem Betrachter, die das eigene Schönheitsempfinden, wie eben die Waage der Proportionen, die in Selbsthass oder übermenschlichem Ego zu Gunsten des Schön oder Hässlich sich neigt, bestimmt; Ein Spiegel deutet Wahrheit und Lüge.
Und was die Wahrheit, und was die Lüge sei, und ob es doch das Spiegelbild ist- vielleicht das linke oder rechte, oder das zweite hinter dem ersten, das man nicht sehen kann- welches Wahrheit kündet und Lüge kündigt, er vermag die Antwort dem Rätsel seiner Verdopplungen nicht abgewinnen.
Bin Ich Lüge?
Dann waren sie Gefangene, all seine Imitate in den gespiegelten, unberührbaren Kammern- er selbst?
Waren sie aber doch nur Ausdruck seiner eigenen Zersprungenheit? Er selbst im Negativen, als nicht er selbst-
Er, wie er ist, wenn er nicht ist? Das ist er aber, oder besser: Das ist er aber nicht nicht jeden Tag- und damit fast immer- ist dann das erste Spiegelbild das Zerrbild vom Zweiten?

Und doch nur eine physikalischer Erscheinung, in die er allzu viel hinein legte...!?
27.3.07 16:14


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