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Hey Charlie! Hey Arne
Ich bin gut Zuhause angekommen, es war so 10 Uhr heute Morgen, nachdem Arne und ich eine verrückte Nacht am Hauptbahnhof erlebt haben. Wir haben eine feiernde Gruppe Touristen aus Frankreich, Polen und Italien auf einer Wiese in der Nähe getroffen und uns dazugesellt. Nachdem der Whiskey den Arne ausgeknockt hatte und er eingeschlafen war ging die Feierei noch etwa bis Ein Uhr. Er wollte dann aber nicht aufstehen, auch nicht als die Rasensprenger angingen. Ich hatte mein letztes Geld für Cheeseburger und nen Kaffee ausgegeben, als Arne um halb drei oder so wieder erwachte... kurz bevor ich ihn mit einem Becher Wasser (für sein Gesicht ;-)) wecken konnte (Arne du Glückspilz). Dann haben wir uns aber doch entschieden, die Nacht auf dem Rasen zu verbringen. Das war ganz nett und dort aufzuwachen hat mich zum Lachen gebracht. Habe ein paar Bilder geschossen, glaubt uns doch sonst keiner ;-).
Arne, du kannst gern deine Version erzählen *g*...oder ergänzen.
Liebe Grüße,
Sascha

Liebe Charly, lieber Sascha


Da Sascha ohne Absprache vor einer Woche seine Version der Geschichte einfach losgeschickt hat, mich die Faulheit im Nacken, Rücken (meine Gesangslehrerin würde jetzt sagen, auch in den A- backen)gepackt hat - die böse, jugendgefährdende Raubkatze -- ich meine Version der geschichte zur rechtfertigung abzuschicken, versäumte - nachträglich, hier: Widerspruch, ich wurde weder vom Whisky ausgenockt, da ich ja, mein Ernst, noch unten, unterm Haupte des Hauptbahnhofes, behauptete, überhaupt nicht betrunken von einer dreiviertel Flasche zu sein! Noch auch hätte ich, komatös, den Schlaf gesucht, um den sascha wieder mal den letzten Nerv, der noch übrig blieb, zu rauben: ganz einfach, wenn eine Französin dem Sascha schöne Augen macht, wie ich meinte, und mein Gelalle(absichtlicher Kontrast, Sascha, absichtlichter Kontrast)diese erst recht, zur gegenseitigen Versicherung, siehe, dort: mein betrunkener alberner Freund- zur Geltung bringt: mein "Camille, camille" war doch nur "nicht ich, dort, der sascha" der Grund meines -- behavior; das, als ich den strategischen Schlaf antrat, dein schlechtes Gewissen mir gegenüber dir diese Möglichkeit verwehrte, ist nicht meine Schuld: wiewohl auch nicht deine, stellte sich doch heraus, als ich die liebe Camile bei Facebook addete, das sie ist "proud to be lesbian" womit sich alles geklärt hat und meine Version der Geschichte beendet ist.
24.8.10 00:59


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Die magischen Hände

Es kommt der Tag, an dem das kleine Kind nicht mehr seine Augen bedeckt, die Welt durch seine Hände verschwinden lässt: Sein sicherer Glaube, unsichtbar zu werden, wird gebrochen. Es wird gefunden, das Kind. Irgendwann traut es seinen eigenen Händen weniger als seinem Kopf, und es beginnt, bessere Verstecke zu entdecken, hinter Hecken, Bäumen, in Zwischenräumen, die auf seine Größe zugeschnitten sind, und der erwachsene Mensch, hilflos suchend, da er die Vorstellungskraft nicht mehr aufbringt, wo sich ein kleiner Mensch überall verstecken könnte, verzweifelt.

Hätte er doch nicht so oft gesagt: "Hab dich, hab dich" und die magischen Hände des Kindes beiseite geschoben. Er hatte den harmlosen Zauber gebrochen und einen größeren herauf beschworen. Er hat das Kind gezwungen, sich in der Welt besser auszukennen als sein Aufpasser, um von diesem nicht gefunden zu werden. Der erste Angriff hat die List des Kindes herausgefordert, Wege zu finden, auf denen es sein Kinderglück besser verteidigen kann. Bevor auch diese Wege abgeschnitten werden durch die nahende Vernünftigkeit, die sagt, dass es so ist weil es so ist, kann es sein Geheimnis doch noch an einer Stelle verstecken, an der es nicht gefunden werden kann: in seinem Herzen!
7.3.10 11:32


Das Spiel der Augen

Julien Then zum Geburtstag

Wohin hat sich sein
Blick gerichtet, der
wandernde? In einem
Augenschlag verschwand -
und wieder fand er eine
neue Welt.

Hinter sich lassend, was war,
wird er gewahr einem
ewig sich wandelnden -
wechselndem Licht, tausend
Erscheinungen, alles was ist;

und was war, werden ihm eins,
und für kurze Zeit schenkt er
ihr nichts als ein
- zögerndes - zärtliches -
lächelndes Gesicht.

Bis sie zerbricht unter seinem Blick.

Hervor brechen, was vorher
verdeckt war, Einzelne -
und sie heben sich ab, und sie
stoßen sich ab voneinander.

Und sie tanzen miteinander,
zuweilen, und streiten sich -
und stehen dann plötzlich wieder im
selben, versöhnlichen Licht.

Er spielt das Spiel noch eine Weile
mit - bis er, befriedigt von dem Tanze,
den seine Augen mit der Welt
vorführten, abgeht.
21.2.10 21:14


Von welchem Standpunkt geh ich aus?
Jetzt von einem erhobenen, ganz oben, den Wolken nah.
Meine Hände zittern nicht; Der Frost ging von den Bäumen wie den Straßen, und hat sein letztes Nest an diesem Tag
in unbeheizten Zimmerwinkeln, Kellerlöchern, Dachgeschossen und der gleichen!

Frieren tut`s, den Menschen, eingeschlossen ins Refugium -
ganz eigen, sein,
ein Eigenheim, zu fünfzig Prozent abgezahlt,
der Wurm durch Balken sich schön madig frisst,
ein Floh, zum Absprung
auf der Stufe sitzt, und wartet ungeduldig
erwartungsfroh, auf seinen Wirt, der ahnungslos
sein Bein
serviert.
auwei!
1.1.10 23:44


Eine clowneske Situation

Eine Standartfrage wie „ Entschuldigen sie, hätten sie die Güte, mir zu sagen, wie spät es jetzt ist?“, welche kaum mehr Güte zur Beantwortung erfordert, sondern gar mit dem schroffen Hinweis beantwortet werden könnte: „sehen sie nicht, dort hängt eine Uhr!“ führte ihn genau zu dieser Situation, dass er sich nach einer Uhr umschauen musste, die vor einem Bahnhofseingang hing: dummerweise falsch ging und unbrauchbar war. Oben drein die Abfuhr eben ihm noch nach hing.

Die Frau an ihm vorbei ging.

Ohne ihn zu sehen. Ihn links liegen ließ:
„und außerdem noch rechts schaute, während sie an ihm vorbei lief“. Wer hatte das gesagt? Er hatte sich selbst objektiviert und mit sich durch den dritten Beobachter geredet, wie er es nannte: der Aufzeichner. Die Frau.

„Ein Clown“ dachte er.

Er ging.
1.1.10 23:29


Neues

Das neue Jahrzehnt hat begonnen.
Zweitausendzehn. Noch kann man nicht sagen: "die Zwanziger" und "Neunziger"- die wilden sixts`s und die "Achtziger Jahre". Es ist noch nicht so, dass man seine Jahre durch die Jahrhunderte vergleicht und sich aus diesen möglichen Glanz holt oder Patina: die goldenen Zwanziger.
Die Zehner sagt sich nicht gut. Ich bin froh drum, es sind meine Zwanziger. a tween.

Wiederholt wurde ich gebeten, wieder etwas zu veröffentlichen.Neujahrsfragmente. Überhaupt: das fragment bleibt immer noch meine Arbeitsweise. Darum hofft nicht auf eine Fortführung. Bis bald.
1.1.10 23:25


Schema 39

Ein Erstes, dass mir auffiel, hatte wenig zu tun mit: dem Sport, seiner Betrachtung für die Faulen, die im Bequemen aus der Distanz dem Treiben auf dem Bolzplatz zu schauten. Nein.

Weder das reichliche Festmahl fiel mir auf, als ich gegen 14:00 ankam, noch die Musik, die Sitzenden, die Spielenden, die Redenden- die Essenden.

Ich beobachtete etwa 10 Minuten einen Stapel verschieden zurecht gestutzter Ziegelsteine, einige gänzlich, wie Jengasteine aufeinander, andere abgeschlagen in Form etwa einer Schräge, und auch halbierte- Hä? fragte ich mich, was hat auf dem Rasen einer öffentlichen Grünanlage dieses Baumaterial zu suchen? Niemand klärte mich auf.

Baut bald jemand eine Mauer? ging es mir noch kurz durch den Kopf; Ich stand aber auf, nachdem ich etliche Zeit unter einem Baum derart sinnierte und fabulierte, bis mir dieser Satz kam und ich mir dachte: mit diesem soeben gedachten Satz hast du dich ganzschön ins Abseits dieser Veranstaltung geschossen, nicht? Du hast eine Mauer um dich gebaut, um dich deinen Menschen abgewandten Phantastereien und Denkereien hinzugeben. Wollte ich mir also eine Mauer bauen? Genug! Wende deine Aufmerksamkeit anderem zu; ich beobachtete nun: die Essenden, die Redenden, die Spielenden, die Sitzenden, die Musik hörenden, die Lachenden, die Rauchenden, die Trinkenden, die Jubelnden, die Ruhenden, die liebäugelnden Menschen; einen Ball, der ins Tor flog, woraufhin Wort Nummer 9 in dieser Aufzählung den Vorrang bekam. Die Jubelnden. Das wiederholte sich und wieder, und ist wohl das Hauptschema, Schema 39: Spielende, die plötzlich jubeln. Da dachte ich mir: auch ich möchte heute mal Schema 39 machen und trug mich als Fußball-Laie (ehemals gar strikter Feind, aber ich bin gnädig diesem Männersport par exellence gegenüber geworden) in die Liste einer Mannschaft ein. Wir gewannen zwar zwei Spiele- doch nicht durch mich, sicher nicht, nein, unmöglich. Ich kann gar nicht Fußball spielen.

Aber ich habe Schema 39 erlebt, und das war es wert.

---Kurzer Bericht, wie ich Schema 39 erlebt und! überlebt habe---
Ich trat auf den Platz- als letzter, "sind wir schon dran?"
"Komm jetzt, ja" und ein unter der Sonne stehender, grinsender~ Schiedsrichter, die Pfeife pfeifend, gab das Signal, während ich im letzten Moment unsere Mannschaft vollständig werden ließ- Schuss.
Die Spielenden
stoben auseinander und sprengten die sichere Form, an der ich mich orientieren wollte und verkeilten sich bald- bald flog der Ball über den Platz, wechselte die Seiten, mal in der Sonne rollend, glänzend, allein- irgendjemand ohne Treffvermögen ließ wieder die Eigentumsverhältnisse des Balles unklar werden; "Mensch, du solltest zu einem von uns schießen" Ich lächelte verlegen-
und alle rannten auf den Ball zu.Ich hielt mich derweil im Schatten auf und dann und wann- ein weißer Ball befand sich plötzlich neben mir. Außer mir niemand in Reichweite, und das war, ich weiß nicht: mein Pech, doch das Glück meiner Mannschaft- alles stürmte auf mich zu; "Holt euch den Ball von ihm!!!", ich werde gleich überrollt, ich werde sterben, lasst mich in Ruhe-
ich schloss die Augen, Moment - und schoss.
Der Ball flog.
Einer von uns. Der hat den Ball, der- oh- und?

Tor.

Die Jubelnden.
Ich habe gerade Schema 39 erlebt und überlebt- jetzt kann ich ja vom Platz gehen. "Ey, das Spiel geht noch weiter, bleib hier" Das hieß: weiter zittern um mein Leben. Einer schoss einen Ball knapp an meinem Ohr vorbei. Dann: fast in die Leistengegend. und wieder, und Schema 39 wiederholte sich zum dritten Mal(zwei zu eins) und der grinsende Schiedsrichter begann während des Spiels grundlos zu pfeifen: und er pfiff. und alle ignorierten ihn und spielten weiter, und die Pfeife pfeifend stand er grinsend da und hatte keine Funktion mehr- er lachte nur noch. Ich lachte mit, und drei zu eins beendeten dann andere das Spiel. Ich lebe. Kann sein, dass ich leicht übertrieben habe, aber ein Bericht ist ja erstmal eine subjektive Angelegenheit. Was dann? Ich sagte dreimal an diesem Nachmittag: "Nietzsche" Ich aß eine Wurst. Ich trank ein Bier. Schielte. sagte einmal:

"du hast sie ja wohl nicht mehr alle"
im Stillen
zu mir
selbst.

Am Rande der Veranstaltung baute dann übrigens noch jemand eine Mauer.
5.9.09 21:44


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