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Der Korb voller Äpfel

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Der Zeiger der Uhr zeigt die Zeit an.
Vergehen: Urplötzlich vergangen.


Wir saßen unter einer Linde – frisches Laub rankte sich über uns zu einem Schattendach empor und tauchte uns in gedimmtes Licht. So verdeckt wähnten wir uns der Mithörerschaft ledig zu sein. Obgleich wir keinem Geheimnis die Weihe gaben, sondern nur lauschten, was sich frei heraus ergab, zögerten wir nicht, diesen intimen Moment zu loben.
Ich sagte, dass wir hier so beieinander sitzen ist ein Glück.
Wohl wahr, entgegnete sie und wir überließen uns wieder dem Treiben sorgloser Gedanken.
Und wie sie trieben, nickten wir einander zu und gedachten der Zerbrechlichkeit jener kurzen Zeit des Einverständnisses. „Ein falsches Wort“ flüsterte ich und sie ergänzte „ist es dahin“.
Der Stille kurzer Eintracht – mag sie Stunden währen – erwächst aber von allein ein Drang von Mitteilsamkeit. Ich suchte nach Worten, die das neu entstandene Bedürfnis gebührend einzuleiten vermochten, und als ich zögernd etwas zu beschreiben versuchte, gab sie meiner Erzählung Nachdruck mit den Worten, du, das klingt ja nach einer Geschichte.
„Ganz recht, ich möchte dir eine Geschichte erzählen“
Meine Hände begannen ihr Spiel, das Erzählte zu begleiten und ich begann:

Diese langen Sätze. Ich quälte mich durch Schachtelsätze, und brütete Frust aus, weil ich nicht verstand. Er gab mir den Rest – Hegel. Und ich ging, dem Glanz der Abendsonne entgegen, aber ohne rechte Lust, noch irgendwo zu verweilen Eine romantische Weinstube lud auch nirgends dazu ein ( wofür mein Geldbeuten auch nicht das richtige Maß hatte).
Das Verweilen, unterbrach ich meine Erzählung kurz, das unser Glück an diesem Orte ausmacht. Sie nickte mir verständnisvoll , bezeugte aber mit einer ungeduldigen Geste, dass ich meine Erzählung fortzusetzen hätte.
Das Langeweilen entspringt womöglich der Unfähigkeit, zu verweilen. Besonders jene trübe Langeweile, die man in den Abend mit hinein schleppt. Ich suchte beim Abgehen des Bürgersteiges hin zum U-Bahnhof nach Zeugnissen des glückvollen Verweilens. Einige gab es, war ich überzeugt. Doch wollte sich das Gefühl, das ich suchte, nicht recht bei mir einstellen.
Ich hastete unbemerkt. Ein ereignisloser Tag muss es gewesen sein. Schließlich stand ich in der Mitte des kleinen Vorplatzes des U-Bahnhofes, von dem man über eine Treppe die tiefer liegenden Gleise erreichen konnte, und geriet in einen nachdenklichen Zustand. Ich beobachtete die Zeiger der goldenen Uhr an dem Bahnhofsgebäude: Der Zeiger der Zeit zeigt also die Zeit an, dachte ich, welches Verbrechen mag sie wohl begangen haben?
Zeit ist nicht die Weile – eine Weile hat unbestimmte Grenzen, der Vokal am Ende des Wortes steht dafür ein: sie ist – noch ein kleines bisschen mehr. Die Zeit aber trennt, „t“, wie das Klacken der Zeiger die Zeitpunkte, hart und eindeutig.
Sinnierend vergaß ich die Zeit und verweilte. Hören und Sehen zogen neue Streifen durch den Raum und hielten Ausschau. Weitblick, das Ferne heran holen. Das Nachlassen der Sinneszucht trug zu einem Ziehen bei, wo sie hinwollten, zogen sie mich mit. „Aber ich muss dennoch der Zeit gedenken, auch wenn ich sie dir vertreiben möchte. So lass mich nun zu der eigentlichen Geschichte kommen und verzeih mir, dich warten gelassen zu haben“.
Vor einer niedrigen Backsteinmauer, die vom Bahnhofsgebäude abging, stand ein wettergefärbtes Weidenkörblein, das in einem Märchen wohl ein altes Mütterchen stehen gelassen hätte. Darüber ließ eine gebeugte Birke ihre Äste hängen, was ein hübsches Blätterwerk ergab. Ich ermunterte mich zu einer Idylle, deren Mitte der Weidenkorb sein sollte. Ich stellte ihn auf die Mauer, mich setzte ich hinzu und spielte mit den Augen, indem ich die Bahnen des Weidenflechtwerks kreiselnd entlang fuhr.
Meiner Phantasie traute ich mehr zu: Hochgenuss, ein Früchtekorb musste her, voller herrlich gelb leuchtender Äpfel. Wohl an, das ist ein Schmaus, und solange ich mich von vorbei ziehenden Passanten unbeobachtet fühlte, griff ich zu, biss und schmatzte genüsslich.
Die Idylle hielt eine Ewigkeit – wie lange? Fünf Minuten können es höchstens gewesen sein, aber ich dehnte sie zu einem langen, gelungenen Frühlingstag aus.
Da ereignete es sich – anders vermag ich es nicht zu bezeichnen. Ich hielt noch einen Apfelgriebsch in der Hand, als mich ein fremder Blick streifte. Verwundert erwartete ich angesprochen zu werden. Sie aber ging weiter und ließ mich in Ruhe. Wie ich mich jedoch allmählich wieder in meinen beschaulichen Zustand einpendeln wollte, stand sie vor mir und fragte „warum sitzt du dort vor einem leeren Korb?“. Ich versuchte ihre überraschende Erscheinung für mich zu fassen, aber sie ergab kein stimmiges Bild für mich. Sie wirkte außerhalb von allem, weniger vielleicht aus bewusster Entscheidung, so wie ich mich entscheiden hatte, außerhalb der Zeit sein zu wollen. Ihre Kleidung aber, ihr gesamter Habitus, wirkte unangepasst und kindlich, als wolle sie einem naiven Zustand des Lebens niemals entkommen. Das sagte der Teil in mir, der alles ins rechte, gewohnte Bild setzen muss: Er wunderte sich über ihren Pullover mit aufgestricktem Teddybärchen-Motiv, über ihre Augen, die nicht fixiert wirkten wie jene derer, die mich am Rande ließen, um zur Bahn zu eilen. Zuerst dachte ich gar, sie sei blind. Es antwortete aber die Idylle in mir, die sagte:
„Welch schöner Abendschein ist´s, dachte ich mir, und stellte mir dieses Körbchen voller Äpfel vor mich hin, um es zu bewundern. Mehr bezweckt mein Sitzen hier nicht.“ Darauf fragte sie knapp, ob ich keine Freunde hätte.
„Hast du keine Freunde?“ Und ob, erwiderte ich nicht weiter verwundert über ihre Frage, obgleich etwas diese Antwort dem unstimmigen Bild von ihr hinzufügen musste, nur, um diese Einschätzung nach Art zu erwartender Handlung gleich wieder zu vergessen.
„Und ob, ich habe sogar mehrere Freunde. Meine Freunde bleiben aber hoffentlich auch meine Freunde, wenn ich es einmal vorziehe, allein im Abendschein zu sitzen. Dort steht ein Korb, den ich fand, und ich füllte ihn mit diesen herrlichen Äpfeln. Mein Appetit findet deswegen keine Ruhe, und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mir einen schnappe. Gerne bist auch du eingeladen, diese Früchte zu verköstigen.“ Diese Worte ließen sie lächeln, aber sie ging vorerst nicht auf mein Angebot ein. Ich hatte ihre Neugier geweckt und sie wurde rasch vertraulich: Sie selbst, sagte sie mir, habe keine Freunde, weil sie noch mit Puppen spiele, obwohl sie eigentlich schon zu alt dafür sei. Ich redete ihr zu, sich für ihre Leidenschaft nicht zu schämen: „Ich spreche noch mit Kuscheltieren, bevor ich schlafen gehe, und habe auch Freunde gefunden.“
Sie näht Kleider für ihre Puppen. Mag das Spleenige darin zuerst abschrecken, so zeigt es einen Sinn für Zärtlichkeit, und sei es für Unbelebtes – die bleibende Fürsorge darin aber gilt Belebtem, und die Puppen sprechen und empfangen mehr Liebe als so manches Kind. Ich war gerührt.
Wir sprachen noch eine Weile in diesem Sinne, stellten naive Fragen und lernten uns kennen, lernten miteinander die Sprache des verweilenden Augenblickes zu sprechen. Wir kamen aus anderen Galaxien, lebten auf verschiedenen Planeten, aber unsere Trennung hörte in jenem Moment auf, als wir beschlossen, sie zu ignorieren. Taten wir das denn? Begann nicht vielmehr Verborgenes auf uns aufmerksam zu werden? Vereinendes?
Eine letzte Frage wollte sich mir schließlich entwinden. „Dein rechtes Auge – „ „Ja, was ist damit?“
„Ist das ein Glasauge?“ Aber nein. Es war so seltsam gemustert. Dürfte ich es näher betrachten?
„Gerne“
Ich begutachtete es wie einen Juwel, denn dieses Auge dort war einer, gewiss.Die Iris war gecheckt, in eine gleichmäßige Abfolge dunkel- und hellbrauner, fast gelber Streifen unterteilt. Was ich für ein Glasauge hielt, war ein kleines Wunderwerk, das die Natur an ihr verrichtet hatte. Es sah aus wie das Muster eines Regenschirmes. Ein Regenschirmauge. „Dein Auge ist sehr schön- Ich habe noch nie ein so schönes Auge gesehen. Auch deine Art, frei auf mich zuzugehen, finde ich sehr reizend. Wenn du mir erlaubst, dir noch etwas zu sagen, dann nur dieses, dass eine junge Frau, wie du sie bist, irgendwann sehr bald Freunde kennen lernen wird, die das selbe feststellen werden wie ich – dass du ein schöner, liebenswerter Mensch bist.“ Wir verabschiedeten uns. Sie war schon fast verschwunden, als sie umkehrte und fragte – „Kann ich mir vielleicht auch einen Apfel nehmen?“
Ich zeigte auf den Korb und forderte sie auf, sich den für sie schönsten zu nehmen. Sie beugte sich über ihn, musterte die Äpfel und fragte schließlich, ob sie diesen da haben könne.
„Eine gute Wahl, lass ihn dir schmecken“. Und indem sie genüsslich in den für uns gelb leuchtenden Apfel biss, entfernte sie sich – winkte, ich winkte, wir winkten und war verschwunden.

„Das war deine Geschichte?“ fragte mich meine gute Freundin. „Ja, alles hat sich derart ereignet.“
„Eine sehr schöne Geschichte.“ Woraufhin wir uns erhoben und noch plaudernd den Platz unter der Linde verließen.
6.5.12 19:38


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Vom Frühlinge

Sie schrieben vom Frühlinge einst -

und sahen der wandelbaren Mutter frohen

Herzens zu.

Gewahrten Wunder ihrer Schwangerschaft im

ersten Taue nach der letzten Winternacht.


Aus schwärmten sie zur Wonne, dieser

Pracht, wenn Frühlingskräfte ihre Blüten

stießen.


Und wieder dieses Schauspiel alle mal -

sich Farbenklänge in Akkorden mischen.

Hier jenes Veilchen Glanze mit dem lila

Rocke,

dort lässt das Weiße alter Haare sich mit

Kirschenblüten ein.


Und schimmert prächtig

farbenfroh das Land, so

stimmet alte Lieder an, dem

Reigen singender Natur,

ihr zum Geleit.
15.4.12 16:59


Vieles, das sich schreiben lässt

Es gibt vieles, das sich schreiben,

aus der Welt heraus zu schneiden,

Vieles, das sich finden lässt -

und sich neu zusammensetzt.


Trostreich jene Worte sind

für den rechten Augenblick:

Wenn nämlich der Adlerblicke schweifet.


Eine Lust ergreifet dich,

zu bilden, was er dir beschert -

was in Pforten unsrer Augen,

in den Gängen des Gehörs,

in den tränenreichen Stunden

sich gebährt.


Eine Lust zu schaffen breitet sich.

Wir geben uns ganz und lassen nichts zurück.

Bis eine Sorge uns am Ohre krault,

sind wir im Glück.
19.3.12 10:17


Die Kiste

Wem mag es vergönnt sein, nach etlichen Jahren auf eine alte Kramkiste zu stoßen, vorzugsweise die eigene? Liegt nicht in dieser Wiederbegegnung das ganze Glück der Welt, der verlorene Faden zu den bunt schimmernden Gefilden kindlicher Phantasie - wann war das noch gewesen? Diese Zeit schien ewig gewährt zu haben, Mythos seeliger Vorzeiten, aus denen glücklicher Weise wegen Bruchstücke ins Heute gelangt sein mögen.

Hier steht sie nun, seit wann ich sie anstarre, weiß ich nicht mehr. Und sie hat Patina angesetzt.

Diese Kiste: Sesam öffne dich!

Gib frei deine Schätze, die ich begehre. Nach denen ich mich verzehre. Immer schon.

Wüssten sie als Kind von dieser Erwachsenen Sehnsucht, hätten sie einen Hamstervorrat an Kästchen und Kistchen, Boxen und kleinen Truhen angelegt. In jede eine Welt gesetzt, die sie hofften, einst wiederzufinden, nachdem die große Selbstverdunkelung eingesetzt hat.

Hätte ich die Chance, eine Zeitreise zu machen, würde ich im Damals irgendwo Löcher graben, Kramkisten darin vergraben und diesen Kinderweisheiten beifügen, wie jene -

aber ich habe diese Kiste, die hier vor mir steht, ja noch nicht geöffnet. Sie steht dort, und ruht und schweigt.

Sie schweigt - aber ich kann sie zum Reden bringen. Indem ich sie öffne, aber da - reizt mich schon eine Kleinigkeit und ich muss eine zweifelhafte Ordnung wieder herstellen: blinkende Lichter zum Schweigen bringen, am Strom ergötzen.

Kistlein.

"Wir möchten sie bitten, mit uns zu kommen."

Da lauf ich schon wieder dahin, und meine noch die Kramkiste anzuschauen. Also alles wieder von vorne, sich erinnern, wo war die Kiste, wann habe ich sie zuletzt gesehen?

Da steh ich schon vor einem Freundesgrabe und lege Blümelein dahin. Da steht die Kiste! denke ich mir gedankenverloren (ich weine auch).

Ein Romantiker glaubte jetzt, in ihr das Versprechen des Grabes zu sehen, und ein ganz kleines bisschen, denke ich bei mir, hat er damit auch recht. Ein guter Schlusssatz wäre jetzt:

Ob die Kindheit noch lebt oder tot ist, kann erst dann mit letzter Sicherheit gesagt werden, wenn die Kiste geöffnet wird.
14.3.12 22:27


W e l t e n g e w i m m e l

Aus der Vielzahl möglicher Anblicke einer -

variabel - oder eines - dir überlassen:

reißt die eine Sicht willkürlich aus.


Auf den Thron gehoben, unterwirft sie

wie das Auge das Ohr und der Junker den

Knecht, seeliges Weltengewimmel.


Anschauungssache, verdirbt dem Weltbezwinger

den Spaß, der dem Weltenbummler begegnet: in der

staubigsten Ecke zuweilen blitzt auf wie des Heilandes

Kranz.


In der Tatsache steckt, wer noch nicht begriffen,

wie das Ganze wieder hervorquillt: Ist ein heiliger

Gral auch im Straßendreck, und wird auch entdeckt

auf dem Kontocheck.


Die Hauptsache bleibt, wie ein Meister weiß,

in der Trunkenheit einer Heiterkeit: Wo das Auge

schilt, wenn die Zunge lacht, wenn der Schall

herumfliegt wie er will.


Wenn du lachst.


Wenn die Bäume wiegen in den Schlaf, und

der Zaungast dieses alles darf.
3.10.11 13:41


Über die Lust, einen Faden zu spinnen

Etwas im Fortschreiten kommunikativer Medien, sei es in der potentiellen Verbreitbarkeit eines ins Web Gestellten(ins Netz gegangenen), sei es die Benutzeroberfläche, das up to date, verwirrt mich: genauer, irritiert mich. Es ist, das die Möglichkeiten eines Mediums steigen, die es einem unmittelbar bewirbt, aber die eigentlichen Neuheiten, die dieser Fortschritt einmal hatte, sofort von der Neuheit der Neuheit veraltet werden: wie es ist, einen Text zu schreiben in ein schmales Web-editor-Fenster und ihn unmittelbar nach dem Schreibprozess, global!, zu veröffentlichen. Diese Möglichkeit, einmal - durch den Blog, der keinerlei tieferer Progreammierkenntnisse mehr bedurfte - demokratisiert, für alle auf dem neusten technischen Stand der Technik Seienden(Computer mit Internetzugang) möglich geworden, war potentiell eine Revoultion(die, wie man zu ihnen auch stehen mag, heutzutage auch zu revolutionen geführt hat). Sicher ist heutzutage die Folge dieses Posts, ob er ein weltweiter Kettenbrief ist oder eine arabische Straßenrevolte - die zuerst hervorstechende Seite dieser, ich nannte sie schlicht Neuheit.
Wie aber sieht es aus mit dem unmittelbar bis zur Grenze des - Senden - drückens vor sich gehenden Schreibens aus? Warum, anders ausgedrückt auch, gelingen E-mails oft so spielerisch, während man auf einem Blatt die Miene ständig abbricht?
Dieser Effekt ist beim E-mail Senden schon aufgetaucht. Die Hemmung sinkt fast auf Null, einen Satz einfach so anzufangen, im Wissen, immer wieder delete drücken zu können, während jeder Srich mit der Feder und Schlagen der Types aufs Schreibmaschinenpapier schon gandenlose Objektivierung war. Das Schreiben, das Denken und Fühlen im Schreiben verändert sich. Es wird an Qualität im Empfinden wohl nachlassen zuweilen, schneller werden, unbedachter (selbst wenn man es nicht korrigiert: das Wissen darum lässt oft Stehen, was mit dem Stift niemals abgeschickt worden wäre). Es besteht dennoch im Aufkommen dieser technischen Möglichkeit ein Novum, das nicht unterschätzt werden darf: es kommt dem mühsamen, faulen, nur gelegentlich Schreibenden - sei er ein Philosoph oder ein Dichter -zu Gute. Denn er wird öfter in in müßigen oder einsamen Stunden einen flüchtigen Gedanken mit dem World Wide Netz einzufangen versuchen, und vielleicht manchen schönen Gedanken und manches schöne Wort auf den Umwegen der GelegenheitsSchreiberei in die allgemeine (zumeist konzentrationsschwache) allgemeine Aufmerksamkeit schleusen -und hätte auf das Papier vielleicht nur Kritzel Kratzel geschrieben(und Firlefanz).
Ist es schlecht, kann es mit dem Hinweis nur ein Blog verteidigt werden. Ist es nur ein hingeworfener Gedanke, mit verwend ich später. Ist es zumindest so geschreiben, das alle den Gedanken verstehen und sagen, ja das kenn ich? Dann kann mans immer nochmal schreiben (diesmal ernst und nüchtern). Am schönsten aber wirkt die Erwartung, es gleich zm lesen zu geben(world wide), wodurch sich, wenn auch kein Stil-Durchhalten-Diktat, zumindest ein sich Zu-Ende-Schreiben einstellt. Man hat gesponnen!
18.6.11 01:07


In meinen Träumen

In meinen Träumen ist
der Tag verwandelt in ein
immer schon verstehen.
Und die sanften Kreise, die sich
ziehen und schließen, und
vergehen.

Das nächste zeigt zugleich sich,
läutert nicht, was geschehen.

Eröffnet eine Reihe Wiedersehen -
mit alten Bekannten.

Wilde Männer reißen ein Schaf.
Blut fließt aus ihren Mäulern, doch
ertränkt nicht
meiner Bilder Unschuld im Schlaf:

Eher tränkt daran die Wollust sich
im grellen Schein der Lampe Licht
aufbrausend und verzehrend, Fleisch
begehrend, Todesblick!

Und dieses Monster, dass bin ich,
in vollem Licht erstrahlt für einen
Augenblick, bis altes Kinderglück
die Szene ablöst - bis,
schweißgebadet, der Traum abbricht.
9.6.11 17:32


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