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W e l t e n g e w i m m e l
Aus der Vielzahl möglicher Anblicke einer -
variabel - oder eines - dir überlassen:
reißt die eine Sicht willkürlich aus.
Auf den Thron gehoben, unterwirft sie
wie das Auge das Ohr und der Junker den
Knecht, seeliges Weltengewimmel.
Anschauungssache, verdirbt dem Weltbezwinger
den Spaß, der dem Weltenbummler begegnet: in der
staubigsten Ecke zuweilen blitzt auf wie des Heilandes
Kranz.
In der Tatsache steckt, wer noch nicht begriffen,
wie das Ganze wieder hervorquillt: Ist ein heiliger
Gral auch im Straßendreck, und wird auch entdeckt
auf dem Kontocheck.
Die Hauptsache bleibt, wie ein Meister weiß,
in der Trunkenheit einer Heiterkeit: Wo das Auge
schilt, wenn die Zunge lacht, wenn der Schall
herumfliegt wie er will.
Wenn du lachst.
Wenn die Bäume wiegen in den Schlaf, und
der Zaungast dieses alles darf.
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Über die Lust, einen Faden zu spinnen
Etwas im Fortschreiten kommunikativer Medien, sei es in der potentiellen Verbreitbarkeit eines ins Web Gestellten(ins Netz gegangenen), sei es die Benutzeroberfläche, das up to date, verwirrt mich: genauer, irritiert mich. Es ist, das die Möglichkeiten eines Mediums steigen, die es einem unmittelbar bewirbt, aber die eigentlichen Neuheiten, die dieser Fortschritt einmal hatte, sofort von der Neuheit der Neuheit veraltet werden: wie es ist, einen Text zu schreiben in ein schmales Web-editor-Fenster und ihn unmittelbar nach dem Schreibprozess, global!, zu veröffentlichen. Diese Möglichkeit, einmal - durch den Blog, der keinerlei tieferer Progreammierkenntnisse mehr bedurfte - demokratisiert, für alle auf dem neusten technischen Stand der Technik Seienden(Computer mit Internetzugang) möglich geworden, war potentiell eine Revoultion(die, wie man zu ihnen auch stehen mag, heutzutage auch zu revolutionen geführt hat). Sicher ist heutzutage die Folge dieses Posts, ob er ein weltweiter Kettenbrief ist oder eine arabische Straßenrevolte - die zuerst hervorstechende Seite dieser, ich nannte sie schlicht Neuheit. Wie aber sieht es aus mit dem unmittelbar bis zur Grenze des - Senden - drückens vor sich gehenden Schreibens aus? Warum, anders ausgedrückt auch, gelingen E-mails oft so spielerisch, während man auf einem Blatt die Miene ständig abbricht? Dieser Effekt ist beim E-mail Senden schon aufgetaucht. Die Hemmung sinkt fast auf Null, einen Satz einfach so anzufangen, im Wissen, immer wieder delete drücken zu können, während jeder Srich mit der Feder und Schlagen der Types aufs Schreibmaschinenpapier schon gandenlose Objektivierung war. Das Schreiben, das Denken und Fühlen im Schreiben verändert sich. Es wird an Qualität im Empfinden wohl nachlassen zuweilen, schneller werden, unbedachter (selbst wenn man es nicht korrigiert: das Wissen darum lässt oft Stehen, was mit dem Stift niemals abgeschickt worden wäre). Es besteht dennoch im Aufkommen dieser technischen Möglichkeit ein Novum, das nicht unterschätzt werden darf: es kommt dem mühsamen, faulen, nur gelegentlich Schreibenden - sei er ein Philosoph oder ein Dichter -zu Gute. Denn er wird öfter in in müßigen oder einsamen Stunden einen flüchtigen Gedanken mit dem World Wide Netz einzufangen versuchen, und vielleicht manchen schönen Gedanken und manches schöne Wort auf den Umwegen der GelegenheitsSchreiberei in die allgemeine (zumeist konzentrationsschwache) allgemeine Aufmerksamkeit schleusen -und hätte auf das Papier vielleicht nur Kritzel Kratzel geschrieben(und Firlefanz). Ist es schlecht, kann es mit dem Hinweis nur ein Blog verteidigt werden. Ist es nur ein hingeworfener Gedanke, mit verwend ich später. Ist es zumindest so geschreiben, das alle den Gedanken verstehen und sagen, ja das kenn ich? Dann kann mans immer nochmal schreiben (diesmal ernst und nüchtern). Am schönsten aber wirkt die Erwartung, es gleich zm lesen zu geben(world wide), wodurch sich, wenn auch kein Stil-Durchhalten-Diktat, zumindest ein sich Zu-Ende-Schreiben einstellt. Man hat gesponnen!
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In meinen Träumen
In meinen Träumen ist der Tag verwandelt in ein immer schon verstehen. Und die sanften Kreise, die sich ziehen und schließen, und vergehen.
Das nächste zeigt zugleich sich, läutert nicht, was geschehen.
Eröffnet eine Reihe Wiedersehen - mit alten Bekannten.
Wilde Männer reißen ein Schaf. Blut fließt aus ihren Mäulern, doch ertränkt nicht meiner Bilder Unschuld im Schlaf:
Eher tränkt daran die Wollust sich im grellen Schein der Lampe Licht aufbrausend und verzehrend, Fleisch begehrend, Todesblick!
Und dieses Monster, dass bin ich, in vollem Licht erstrahlt für einen Augenblick, bis altes Kinderglück die Szene ablöst - bis, schweißgebadet, der Traum abbricht.
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Hey Charlie! Hey Arne Ich bin gut Zuhause angekommen, es war so 10 Uhr heute Morgen, nachdem Arne und ich eine verrückte Nacht am Hauptbahnhof erlebt haben. Wir haben eine feiernde Gruppe Touristen aus Frankreich, Polen und Italien auf einer Wiese in der Nähe getroffen und uns dazugesellt. Nachdem der Whiskey den Arne ausgeknockt hatte und er eingeschlafen war ging die Feierei noch etwa bis Ein Uhr. Er wollte dann aber nicht aufstehen, auch nicht als die Rasensprenger angingen. Ich hatte mein letztes Geld für Cheeseburger und nen Kaffee ausgegeben, als Arne um halb drei oder so wieder erwachte... kurz bevor ich ihn mit einem Becher Wasser (für sein Gesicht ;-)) wecken konnte (Arne du Glückspilz). Dann haben wir uns aber doch entschieden, die Nacht auf dem Rasen zu verbringen. Das war ganz nett und dort aufzuwachen hat mich zum Lachen gebracht. Habe ein paar Bilder geschossen, glaubt uns doch sonst keiner ;-). Arne, du kannst gern deine Version erzählen *g*...oder ergänzen. Liebe Grüße, Sascha
Liebe Charly, lieber Sascha
Da Sascha ohne Absprache vor einer Woche seine Version der Geschichte einfach losgeschickt hat, mich die Faulheit im Nacken, Rücken (meine Gesangslehrerin würde jetzt sagen, auch in den A- backen)gepackt hat - die böse, jugendgefährdende Raubkatze -- ich meine Version der geschichte zur rechtfertigung abzuschicken, versäumte - nachträglich, hier: Widerspruch, ich wurde weder vom Whisky ausgenockt, da ich ja, mein Ernst, noch unten, unterm Haupte des Hauptbahnhofes, behauptete, überhaupt nicht betrunken von einer dreiviertel Flasche zu sein! Noch auch hätte ich, komatös, den Schlaf gesucht, um den sascha wieder mal den letzten Nerv, der noch übrig blieb, zu rauben: ganz einfach, wenn eine Französin dem Sascha schöne Augen macht, wie ich meinte, und mein Gelalle(absichtlicher Kontrast, Sascha, absichtlichter Kontrast)diese erst recht, zur gegenseitigen Versicherung, siehe, dort: mein betrunkener alberner Freund- zur Geltung bringt: mein "Camille, camille" war doch nur "nicht ich, dort, der sascha" der Grund meines -- behavior; das, als ich den strategischen Schlaf antrat, dein schlechtes Gewissen mir gegenüber dir diese Möglichkeit verwehrte, ist nicht meine Schuld: wiewohl auch nicht deine, stellte sich doch heraus, als ich die liebe Camile bei Facebook addete, das sie ist "proud to be lesbian" womit sich alles geklärt hat und meine Version der Geschichte beendet ist.
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Die magischen Hände
Es kommt der Tag, an dem das kleine Kind nicht mehr seine Augen bedeckt, die Welt durch seine Hände verschwinden lässt: Sein sicherer Glaube, unsichtbar zu werden, wird gebrochen. Es wird gefunden, das Kind. Irgendwann traut es seinen eigenen Händen weniger als seinem Kopf, und es beginnt, bessere Verstecke zu entdecken, hinter Hecken, Bäumen, in Zwischenräumen, die auf seine Größe zugeschnitten sind, und der erwachsene Mensch, hilflos suchend, da er die Vorstellungskraft nicht mehr aufbringt, wo sich ein kleiner Mensch überall verstecken könnte, verzweifelt.
Hätte er doch nicht so oft gesagt: "Hab dich, hab dich" und die magischen Hände des Kindes beiseite geschoben. Er hatte den harmlosen Zauber gebrochen und einen größeren herauf beschworen. Er hat das Kind gezwungen, sich in der Welt besser auszukennen als sein Aufpasser, um von diesem nicht gefunden zu werden. Der erste Angriff hat die List des Kindes herausgefordert, Wege zu finden, auf denen es sein Kinderglück besser verteidigen kann. Bevor auch diese Wege abgeschnitten werden durch die nahende Vernünftigkeit, die sagt, dass es so ist weil es so ist, kann es sein Geheimnis doch noch an einer Stelle verstecken, an der es nicht gefunden werden kann: in seinem Herzen!
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Das Spiel der Augen
Julien Then zum Geburtstag
Wohin hat sich sein Blick gerichtet, der wandernde? In einem Augenschlag verschwand - und wieder fand er eine neue Welt.
Hinter sich lassend, was war, wird er gewahr einem ewig sich wandelnden - wechselndem Licht, tausend Erscheinungen, alles was ist;
und was war, werden ihm eins, und für kurze Zeit schenkt er ihr nichts als ein - zögerndes - zärtliches - lächelndes Gesicht.
Bis sie zerbricht unter seinem Blick.
Hervor brechen, was vorher verdeckt war, Einzelne - und sie heben sich ab, und sie stoßen sich ab voneinander.
Und sie tanzen miteinander, zuweilen, und streiten sich - und stehen dann plötzlich wieder im selben, versöhnlichen Licht.
Er spielt das Spiel noch eine Weile mit - bis er, befriedigt von dem Tanze, den seine Augen mit der Welt vorführten, abgeht.
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Von welchem Standpunkt geh ich aus? Jetzt von einem erhobenen, ganz oben, den Wolken nah. Meine Hände zittern nicht; Der Frost ging von den Bäumen wie den Straßen, und hat sein letztes Nest an diesem Tag in unbeheizten Zimmerwinkeln, Kellerlöchern, Dachgeschossen und der gleichen!
Frieren tut`s, den Menschen, eingeschlossen ins Refugium - ganz eigen, sein, ein Eigenheim, zu fünfzig Prozent abgezahlt, der Wurm durch Balken sich schön madig frisst, ein Floh, zum Absprung auf der Stufe sitzt, und wartet ungeduldig erwartungsfroh, auf seinen Wirt, der ahnungslos sein Bein serviert. auwei!
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